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Alles klar - Sichttiefenmessung am Hitdorfer See

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Vier Meter Sichttiefe hat der Hitdorfer See und ist damit sehr klar. Alle 14 Tage paddelt der Hygienekontrolleur Dominik Heidelmann in einem kleinen Schlauchboot auf den bis zu 16 Meter tiefen See hinaus und lässt eine mit einem Gewicht beschwerte Kontrollscheibe (Secchi-Scheibe) in den See hinab.

Die Sichttiefenmessung ist ebenso wie die regelmäßige bakteriologische Kontrolle eine der Maßnahmen, die der Sicherheit in Badegewässern dient.

Liegt die Sicht bei weniger als einem Meter, müsste das Gesundheitsamt den Badesee aus Sicherheitsgründen schließen. Das ist allerdings noch nicht vorgekommen. Hintergrund: Bei klarer Sicht kann sich ein Badender, den im Wasser ein plötzliches Unwohlsein befällt, trotzdem noch orientieren und sich an die Wasseroberfläche retten, nicht aber wenn die Sicht stark getrübt ist. Auch für die Helfer gilt: In trübem Wasser würde sich eine Rettungsaktion mehr als schwierig gestalten.

Wichtig ist die Sichttiefenmessung außerdem für die Früherkennung der gefürchteten Blaualgenblüte. Sobald ein Absinken der Transparenz auf unter einen Meter unter Umständen sogar bei bläulich-grünlicher Verfärbung des Wassers eine Blaualgenmassenentwicklung vermuten ließe und entsprechende Tests das bestätigen würden, müssten Öffentlichkeit und Badegäste frühzeitig und ausreichend informiert werden. Denn Blaualgen können giftig sein. Der Kontakt mit der Haut und die orale Aufnahme können zu verschiedensten Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautreizungen oder Quaddeln führen. Eine signifikante Blaualgenbelastung der Badegewässer wurde in Leverkusen noch nie festgestellt.

Eine bakteriologische Überlastung hat jedoch auch in Leverkusen schon zu Badeverboten geführt. Zuletzt am vorletzten Wochenende: Am 24. Juli hatten die Wasserproben deutlich erhöhte Werte dieser Keime sowohl im Hitdorfer See als auch im Silbersee ergeben. Dieses Verbot konnte am Dienstag darauf wieder aufgehoben werden. An beiden Seen lagen die Werte für Kolibakterien und Enterokokken (beide Indikatoren für eine fäkale Verschmutzung) wieder im Normalbereich.

Pressekontakt: Stadt Leverkusen, Heike Fritsch

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